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Baden Baden – Was gibt es zu erleben?

Baden-Baden liegt am Rand des nördlichen Schwarzwaldes in Baden-Württemberg und ist damit etwa 2,5 Stunden von Trier entfernt. Nur ein paar Kilometer trennen die Innenstadt vom Rheinufer im Westen und damit auch von der Grenze zu Frankreich. Entsprechend beliebt ist die umliegende Region als Reiseziel, da Viele die Nähe für Ausflüge ins Nachbarland nutzen.

Die mittelgroße Kurstadt mit etwa 55.000 Einwohnern ist durch den Besuch des russischen Zaren vor über 200 Jahren berühmt geworden und wird aufgrund seiner eindrucksvollen Villen, schmucken Parkanlagen, Heilbäder und des berühmten Casinos nicht nur als das „Monaco Deutschlands“ bezeichnet, sondern gilt dank der malerischen Altstadt und der herrlichen landschaftlichen Lage inzwischen sogar als eine der schönsten Städte Europas.

Neben all diesen Eigenschaften wird so manch einem auch direkt die mondäne Pferderennbahn in Iffezheim in den Sinn kommen, die ebenfalls über die Landesgrenzen hinaus Berühmtheit erlangt hat und vor allem für Freunde von Pferdewetten einen Besuch wert ist.

Galopprennbahn Baden-Baden

Die in der nahegelegenen Gemeinde Iffezheim beheimatete Pferderennbahn hat bereits internationalen Ruhm erlangt, richtet dreimal pro Jahr ihre bekannten Galopprennen aus und blickt dabei stolz auf eine über 160-jährige Geschichte zurück. Im Herbst finden jeweils die so genannte Große Woche wie auch das Sales & Racing Festival statt, beide stellen nicht nur sportliche Großveranstaltungen, sondern auch Gesellschaftsevents dar, deren Gästelisten Rang und Namen haben.

Doch auch für den Normalbürger gibt es während der gesamten Saison ein buntes Rahmenprogramm und die Möglichkeit, einmal sein Glück beim Wetteinsatz zu versuchen. Denn schließlich lockt die Gewinnchance hier zu sehr, um es nur beim bloßen Zuschauen zu belassen. Außerdem ist man wesentlich engagierter beim Rennverlauf dabei, wenn ein persönliches Interesse besteht, welches Pferd wann ins Ziel einläuft. Schon mit einem Einsatz von wenigen Euro kann man bei einer Sieg- oder Platzwette auf eine konkrete Startnummer setzen.

Thermalbäder

Zahlreiche Heilquellen, die in mehreren Tausend Metern Tiefe entspringen, machen Baden-Baden zum Kurort mit mehreren Reha- und Kurkliniken. Das herrschaftliche Kurhaus lässt bereits erahnen, welchen Reichtum die Quellen ihrer Stadt eingebrachten. Denn bereits vor Jahrhunderten drehte sich hier alles um das heilsame Nass. Sowohl die Römischen Badruinen, als auch das Alte Dampfbad oder der historische Badepalast zeugen noch davon. Sie zogen auch damals schon Reisende und vor allen Dingen betuchte Gäste an, die sich in den monumentalen Einrichtungen luxuriöse Behandlungen gönnten.

Heutzutage übernehmen die Caracalla Therme und das beeindruckende Friedrichsbad diese Aufgabe. Die Caracalla Therme weist neben mehreren Heilwasser-Becken auch eine Felsengrotte sowie einen Inhalationsraum, ein Aromadampfbad, einen Strömungskanal und einen großen Außenbereich auf, sodass ein Besuch zu jeder Jahreszeit zum Erlebnis wird. Eine große Saunalandschaft und eine moderne Wellnesslounge lassen keine Wünsche offen.

Das Friedrichsbad ist wesentlich traditioneller geprägt, schließlich öffnete es bereits 1877 seine Pforten. Es setzt auf wohltuende Thermalbehandlungen im Wechsel von kaltem und heißem Wasser.

Kultur pur

Seit der letzten Jahrtausendwende hat sich Baden-Baden von seinem althergebrachten Image als Kurstadt zunehmend zur Kulturstadt entwickelt. So ist zum Beispiel die Museumsmeile entstanden und unterschiedliche Ausstellungen in den Bereichen Kunst und Technik ziehen immer wieder neue Zielgruppen an. Ergänzt wird dieses Angebot mit der Staatlichen Kunsthalle sowie dem Stadtmuseum.

Besonders beliebt sind das für seine Schmuckeier bekannte Fabergé Museum sowie das Museum Frieder Burda. Der ausdrucksstarke Architekt schuf entlang der Lichtentaler Allee ein modernes Bauwerk, das sich optimal in die umgebende Parklandschaft einbettet.

Den größten Besuchermagnet stellt allerdings nach wie vor das opulente Festspielhaus dar, das im Gebäude des ehemaligen großherzoglichen Bahnhofs entstand. Dank seiner hervorragenden Akustik geben sich hier die größten Musiker Europas die Klinke in die Hand.

Deutschlands berühmtestes Spielcasino

Selbst was das Glücksspiel angeht, darf sich Baden-Baden seiner traditionsreichen Vergangenheit rühmen, da man hier schon seit fast 200 Jahren alles auf eine Karte setzt. Auch das Ambiente ist phänomenal – im Inneren des Kurhauses schaffen noble Kronleuchter, hohe Säulen, schwere Teppiche und kunstvolle Wandmalereien eine exklusive Atmosphäre in der Art französischer Adelspaläste und verleihen dem Spiel am Roulette- oder Kartentisch zusätzlich ein besonders edles Flair.

Nichtsdestotrotz finden sich auch moderne Elemente im Spielcasino, das sein Veranstaltungsangebot nicht auf das Klassische Spiel begrenzt, sondern auch regelmäßig Besucher zu Kabarettabenden, Modeschauen, Literaturlesungen und Tanzevents begrüßt.

Outdoor-Aktivitäten

Mit den Ausläufern des Schwarzwaldes vor der Nase, dem Rheinufer in greifbarer Nähe und inmitten einer der wichtigsten deutschen Weinanbauregionen gelegen, ist Baden-Baden gleichermaßen ein Eldorado für Naturliebhaber wie auch ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Radtouren. Wem es an Kondition für die mitunter kräftigen Steigungen fehlt, kann in der Stadt auch E-Bikes ausleihen, die sich zum neuen Trend-Sportgerät entwickeln.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kommt aber ebenfalls voll auf seine Kosten. Denn mit dem Panoramaweg führt eine der landschaftlich abwechslungsreichsten und empfehlenswertesten Wanderrouten direkt an der Stadt entlang.

Ausgehen in Baden-Baden

So viele Unternehmungen machen hungrig oder verlangen ab und zu nach einer gemütlichen Pause. Glücklicherweise machen auch die gastronomische Vielfalt sowie das Nachtleben in Baden-Baden dem guten Ruf der Stadt alle Ehre.

Gastronomietipps für Genießer

Zum einen findet man eine Vielzahl von sehr guten Weinlokalen wie das RIZZI WineBistro, die neben den lokalen Trauben auch international gefragte Tropfen auf ihrer Karte stehen haben. Zum anderen sind auch Gourmet-Restaurants vertreten, allen voran beispielsweise das „Nigrum“ mit sehr gehobener mitteleuropäischer Küche und das „Moriki“ mit kreativer japanischer Fusion Cuisine. Die Häuser „Der kleine Prinz“, „Le Jardin de France“ und „Heiligenstein“ dürfen sich sogar mit Michelin-Sternen schmücken. Im mittleren Preissegment gilt das allseits beliebte „Baldreit“ als tolle Wahl.

Für Kaffee und Kuchen ist dagegen „Sima´s Café“ eine ganz besondere Adresse. Denn an den Café-Betrieb schließt sich die sehenswerte Modelleisenbahn-Miniaturwelt an, die von den Besuchern auch selbst bedient werden darf und liebevoll gestaltete Szenarien zeigt.

Drinks und Entertainment

Zu etwas späterer Stunde empfehlen sich viele Lokale für die Einstimmung auf das Baden-Badener Nachtleben. Beispielsweise die „CaféBar Bruder & Schwester“ in Huber´s Hotel.

Getanzt wird im „Club Bernstein“, der mit seinen geschmackvoll gestalteten Sitzecken aus dunklem Samt Lounge-Charakter versprüht und in den Räumlichkeiten des Casinos zu finden ist. Bei Jung und Alt gleichermaßen angesagt ist die Cocktailbar „Equipage“, die ebenfalls im Kurhaus ansässig ist und auch eine große Tanzfläche bietet.

Quelle: unsplash.com/photos/oQ5O2ExIlbw